Ideen für nach dem Abbruch

MarLu
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Ideen für nach dem Abbruch

Beitrag von MarLu »

Hi! :)

Ich hatte vor einigen Jahren mein Referendariat nach der Hälfte abgebrochen (böse Ausbildungs- und Studienseminar-Erfahrung) und war am Überlegen, entweder noch einmal in einem anderen Bundesland zu starten oder mich als Aushilfslehrer durchzuschlagen oder gleich ins Ausland zu gehen. Nach einer weniger erbaulichen Aushilfserfahrung bin ich ins Ausland: Kuwait, Russland etc. Die Arbeit dort war interessant, macht sich gut auf dem Lebenslauf und ist nicht schlecht fürs Sparkonto. Und nach einigen Jahren bin ich nun wieder in den geregelten Schuldienst zurückgekehrt (allerdings nach Schottland, wo man mit dem ersten Staatsexamen und etwas Erfahrung dennoch als vollwertiger Lehrer angesehen wird).

Ich bin kein Rekruter noch Teil einer Agentur, suche allerdings auf Bitte eines vorherigen Arbeitgebers nach deutschen Lehrern, die an Stellen als Privatlehrer für wohlhabende russische Familien in Sankt Petersburg, Sochi etc interessiert wären. Die Bezahlung ist extremst gut (netto und mit bezahlten Urlaubswochen), Visum und Flüge werden ebenfalls bezahlt sowie Unterkunft und Verpflegung (oft in 3-5*-Hotels). Ein Arbeitszeugnis gibt es auch auf und nach Wunsch.

Wenn jemand interessiert wäre, lasst es mich wissen und ich stelle den Kontakt für ein Skype-Gespräch her.

- deutscher Muttersprachler
- Lehramts- oder Pädagogik- oder Sprachstudium
- Erfahrung mit Kindern
(insbesondere für jüngere wird besonders gesucht, da die Eltern ihre Kinder gerne mehrsprachig erziehen)
- englische Grundkenntnisse zur Kommunikation vor Ort, kein Russisch nötig
- kann sofort losgehen
(- Fremdsprachenlehrerfahrung wäre toll, ist aber kein Muss)

Es lohnt sich echt zum Rauskommen, Erfahrungsammeln, finanziellen Aufstocken (seufz, ich werde sicher nie wieder so gut verdienen wie dort)!
Einige Leute nutzen die Zeit und das Geld auch, um online noch einen Masterabschluss oder so zu machen; andere Kollegen vor Ort benutzen das Angesparte für ne Hausanzahlung oder so.

Maximer
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Re: Ideen für nach dem Abbruch

Beitrag von Maximer »

MarLu hat geschrieben:
23.11.2020, 1:05:18
... ist nicht schlecht fürs Sparkonto. ... .
...Die Bezahlung ist extremst gut (netto und mit bezahlten Urlaubswochen),
... (seufz, ich werde sicher nie wieder so gut verdienen wie dort)!
Einige Leute nutzen die Zeit und das Geld auch, um ...
Seriös geht jedenfalls anders! :roll:

Yubel
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Re: Ideen für nach dem Abbruch

Beitrag von Yubel »

Das wäre jetzt sicher auch vom neuen Flughafen möglich.
Viele Grüße

Yubel

MarLu
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Registriert: 16.07.2019, 14:15:49

Re: Ideen für nach dem Abbruch

Beitrag von MarLu »

Maximer hat geschrieben:
23.11.2020, 20:53:44
MarLu hat geschrieben:
23.11.2020, 1:05:18
... ist nicht schlecht fürs Sparkonto. ... .
...Die Bezahlung ist extremst gut (netto und mit bezahlten Urlaubswochen),
... (seufz, ich werde sicher nie wieder so gut verdienen wie dort)!
Einige Leute nutzen die Zeit und das Geld auch, um ...
Seriös geht jedenfalls anders! :roll:
Bin nicht ganz sicher, was damit gemeint ist.
Ich habe schon an verschiedenen staatlichen und auch privaten Schulen und für entsprechende Arbeitgeber gearbeitet.
Und hey, solange mein Pass nicht eingehalten wird, wie es in Kuwait für mehr als zwei Monate der Fall war, und ich für meine Arbeit bezahlt werde, ist Arbeit immer noch Arbeit. Und zuweilen ein Abenteuer wert... 😉

Und insbesondere ohne Zweites Staatsexamen, wenn viele von uns denken, dass es kein gutes Danach gibt.
Muss man seinen Lebenslauf mit Fortbildungen (gibt es so viele sogar kostenlos, wenn man gut googelt und etwas Englisch kann) und Erfahrung aufpoliert sowie gute Arbeit leistet.
Lasst euch nicht unterkriegen vom sehr Reform-nötigen Referendariat! 🌻🐝🍀

Maximer
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Re: Ideen für nach dem Abbruch

Beitrag von Maximer »

MarLu hat geschrieben:
26.11.2020, 14:00:10
Maximer hat geschrieben:
23.11.2020, 20:53:44
MarLu hat geschrieben:
23.11.2020, 1:05:18
... ist nicht schlecht fürs Sparkonto. ... .
...Die Bezahlung ist extremst gut (netto und mit bezahlten Urlaubswochen),
... (seufz, ich werde sicher nie wieder so gut verdienen wie dort)!
Einige Leute nutzen die Zeit und das Geld auch, um ...
Seriös geht jedenfalls anders! :roll:
Bin nicht ganz sicher, was damit gemeint ist.
Ich habe schon an verschiedenen staatlichen und auch privaten Schulen und für entsprechende Arbeitgeber gearbeitet.
Und hey, solange mein Pass nicht eingehalten wird, wie es in Kuwait für mehr als zwei Monate der Fall war, und ich für meine Arbeit bezahlt werde, ist Arbeit immer noch Arbeit. Und zuweilen ein Abenteuer wert... 😉

Und insbesondere ohne Zweites Staatsexamen, wenn viele von uns denken, dass es kein gutes Danach gibt.
Muss man seinen Lebenslauf mit Fortbildungen (gibt es so viele sogar kostenlos, wenn man gut googelt und etwas Englisch kann) und Erfahrung aufpoliert sowie gute Arbeit leistet.
Lasst euch nicht unterkriegen vom sehr Reform-nötigen Referendariat! 🌻🐝🍀
Die eine Sache ist es, konkrete Möglichkeiten vorzuschlagen, wie man auch ohne 2. Staatsexamen bzw. nur mit dem 1. als Lehrer unter halbwegs erträglichen Bedingungen einen Job finden kann.

Wenn man aber jährlich das Forum bzw. diverse Beiträge aus dem Zusammenhang gerissen mit Lockangeboten (siehe meine Zitation oben) vollspammt, dabei von irgendwelchen osteuropäischen bzw. arabischen Geldgebern spricht, ohne wirklich konkret zu werden, dann ist das halt nicht seriös in meinen Augen. Auch wenn es stimmt, würde ich so nicht vorgehen, wollte ich seriös auftreten.

Ich würde mich ohne erfolgreich abgelegtes 2. Staatsexamen (gerade im Hinblick auf Familiengründung und Lebensplanung) außerdem nicht jahrelang in dubiosen Familien als Privatlehrer herumtreiben (ich bezweifle zudem, dass das den Lebenslauf wirklich aufwertet, weil es zu sehr aus der Reihe ist), noch irgendwelche belanglosen Fortbildungen (wofür und wohin?) anhäufen, sondern entweder einen klaren Schlussstrich ziehen und mich beruflich neu aufstellen (2. Studium oder Ausbildung) oder einen alternativen Weg suchen und diesen hierzulande mit aller Kraft und Konsequenz verfolgen. Von einer - drastisch ausgedrückt - kopflos anmutenden Flucht in prekäre/dubiose ausländische Arbeitsverhältnisse, nur um dann nach Jahren festzustellen, dass man zurück in der Heimat weiterhin ohne echte Perspektive dasteht, rate ich dringend ab.

MarLu
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Re: Ideen für nach dem Abbruch

Beitrag von MarLu »

Woah, danke für die unverdienten und wenig freundlichen Negativ-Lorbeeren!
Und es ist ein Lockangebot, nur weil man die Arbeitsbedingungen nennt? Dann sind Stellen auf indeed wohl auch Lockangebote?

Okay, Fakten:
In Kuwait hieß die Schule Nottingham British School (in Kuwaiti Privatbesitz, heißt Britisch, weil nach dem England/Wales-Kurrikulum gearbeitet wird bzw. werden soll). Würde ich nicht empfehlen - gibt einen Grund, weshalb die einen riesigen Personalschwund zumindest noch vor einigen Jahren hatten. War über eine der teaching abroad-Webseiten drauf gekommen, weiß nicht mehr welche.

Und da ich in inzwischen in Schottland als Lehrerin beim GTCS (General Teaching Council for Scotland) für u.a. DaF und ESOL sowie für Englisch als Erstsprache registriert bin, werde ich dort immer eine Stelle finden können.
Und ja, auch nach Brexit, weil ich für fünf Jahre pre-settled status habe und danach verlängern kann.

Bei dem besagten russischen Arbeitgeber arbeite ich (Empfehlung an eine Vermittlungsagentur EnglishNanny - kann man googlen) immer mal seit drei Jahren, sonst würde ich den auch nicht empfehlen, wenn ich nicht wusste, dass der in Ordnung ist.

Vielleicht erst einmal freundlich nachfragen und nicht ignorant draufhauen!
Klar gibt es Betrüger und Scharlatane online aber nicht jeder ist einer. Böse Falle!
Da will man anderen Mut machen, weil man selbst mal sogenannter ,Abbrecher' im staatlichen Lehrsystem war und weiß, wie sich das anfühlt, und dann so etwas.
Shame, shame on you! ,,Seriös" wäre jetzt eine Entschuldigung.

Und Fortbildungen sind heute das A und O, mit der Grund warum ich über die Jahre zu einem guten Lehrer geworden bin.
Lifelong learning steht auch fest in vielen nationalen Schulregeln, einfach mal nachschlagen!
Und meine Stelle in Russland hatte ich übrigens ursprünglich deshalb angeboten bekommen, weil ich eben u.a. noch ne Zusatzqualifikation etc. gemacht habe.

Zur Info für alle, die einen Auslandseinsatz nicht nur als Zwischenlösung oder Erfahrungssammeln o.ä. sehen könnten:
Hier sind einige Kollegen, die das schon seit Jahrzehnten so machen, eine Karriere daraus gemacht und auf diese Art schon die Welt bereist haben: entweder in Privathaushalten oder für -schulen fast überall auf dem Globus.

Absolut seriös!

MarLu
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Re: Ideen für nach dem Abbruch

Beitrag von MarLu »

PS: Wer in Deutschland dennoch langfristig seine berufliche Zukunft auch ohne 2. Staatsexamen sieht, dem empfehle ich die ständig steigende Anzahl von staatlich anerkannten Ersatzschulen, die immer suchen und insbesondere an Leiten interessiert sind, die sich als flexibel, interkulturell und gestanden erwiesen haben.
Allerdings gut vorher recherchieren, was der jeweilige pädagogische Schwerpunkt der Schule ist, wie die Ausstattung, Finanzierung, Gruppengrößen etc. - da gibt es himmelweite Unterschiede!

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