Das COVID Ref

Wer sich seine Sorgen und Nöte mit dem Referendariat von der Seele reden will, ist hier richtig. Vielleicht gibt es ja jemanden, der einen guten Rat hat.
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rbm_
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Das COVID Ref

Beitrag von rbm_ »

Servus Miteinander,

ich bin jetzt seit Anfang des Schuljahres LAA1 an einer Mittelschule in Bayern und habe das Gefühl in der Schule gut aufgehoben zu sein. Ich komme mit den Klassen gut zurecht, fühle mich im Kollegium sehr wohl und bin auch mit meiner Seminarleitung total glücklich.
Leider findet derzeit alles unter erschwerten Bedingungen statt. Ich habe bisher drei Stunden von anderen LAAs gesehen und eine einzige UV in Präsenz gehalten. Die anderen UVs fanden nur theoretisch statt. Dadurch habe ich das Gefühl, auf einem deutlich niedrigeren Leistungsstand verglichen mit allen anderen LAAs vor mir zu sein. Die größte Sorge ist, dass ich meine Lehrproben nächstes Jahr in Präsenz halten muss, obwohl ich extrem wenig praktische UV Erfahrung vorweisen kann. Ein Lehrprobengespräch wäre eher unproblematisch, da unser Fokus bisher hauptsächlich auf theoretischer Unterrichtskonzeption lag.

Maximer
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Re: Das COVID Ref

Beitrag von Maximer »

rbm_ hat geschrieben:
27.04.2021, 13:28:44
ich bin jetzt seit Anfang des Schuljahres LAA1 an einer Mittelschule in Bayern und habe das Gefühl in der Schule gut aufgehoben zu sein. Ich komme mit den Klassen gut zurecht, fühle mich im Kollegium sehr wohl und bin auch mit meiner Seminarleitung total glücklich.
Das ist doch schon sehr viel wert, die Grundzutaten für ein erfolgreiches Referendariat sind also vorhanden!
rbm_ hat geschrieben:
27.04.2021, 13:28:44
Leider findet derzeit alles unter erschwerten Bedingungen statt. Ich habe bisher drei Stunden von anderen LAAs gesehen und eine einzige UV in Präsenz gehalten. Die anderen UVs fanden nur theoretisch statt. Dadurch habe ich das Gefühl, auf einem deutlich niedrigeren Leistungsstand verglichen mit allen anderen LAAs vor mir zu sein. Die größte Sorge ist, dass ich meine Lehrproben nächstes Jahr in Präsenz halten muss, obwohl ich extrem wenig praktische UV Erfahrung vorweisen kann. Ein Lehrprobengespräch wäre eher unproblematisch, da unser Fokus bisher hauptsächlich auf theoretischer Unterrichtskonzeption lag.
Da fehlt jetzt die konkrete Frage, vielleicht möchtest du hier auch einfach nur die Sorgen mitteilen und erwartest keine Antworten. Trotzdem sei gesagt, dass es derzeit allen so ergeht und ich mir außerdem nicht vorstellen kann, dass - sollte sich die Situation bis zum nächsten Jahr nicht grundlegend ändern - ihr plötzlich die Prüfungen in Präsenz ablegen müsst. Ob die Bedingungen im Vergleich zu anderen Jahrgängen (also vor Corona) wirklich erschwert sind, wage ich in Frage zu stellen. Das Referendariat ist aus Sicht des Referendars immer ein schwer zu überblickender und organisatorisch relativ undurchsichtiger Wirrwarr; ob es nun letztlich vorteilhaft oder nachteilig ist, weniger Präsenzunterricht erteilen zu können und die Prüfungen theoretisch/mündlich ablegen zu müssen, hängt wahrscheinlich sehr von den individuellen Stärken/Schwächen ab. Zweifelsohne ist es aber für eure Jahrgänge sehr viel schwerer, hinterher - unter dann wieder normalen Bedingungen - in den Unterrichtsalltag zu finden, da doch viel praktische Erfahrung einfach fehlen wird. Aber nach spätestens dem ersten Berufsjahr (bzw. Halbjahr) dürfte sich auch das wieder eingependelt haben. Das Referendariat hat schließlich noch nie in erster Linie auf den Beruf in praktischer Hinsicht vorbereitet (natürlich will das kein Ausbilder hören), sondern ist immer schon eine Dauerprüfungsphase unter Kunstlicht (mehr oder weniger) gewesen.

Also: Sei zuversichtlich (siehe ganz oben) und vertraue darauf, dass man die besonderen Umstände für euch schon nicht zum besonderen Nachteil werden lässt.

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